Wofür eignet sich eine Parylene-Beschichtung?
Bestehen erhöhte Anforderungen an die Schutzwirkung von Baugruppen, beispielsweise in der Elektronik- oder Luft- und Raumfahrtindustrie, kann die Parylene-Beschichtung die bestmögliche Lösung sein.
Der hydrophobe Polymerfilm hat viele einzigartige Eigenschaften. Parylene ist leicht und als extrem dünne homogene Schicht auftragbar. Der Film ist vollkommen glatt und transparent. Es treten während der Beschichtung keine unerwünschten Effekte wie Oberflächenspannungen auf. So ist die Schicht äußerst widerstandsfähig gegen Einflüsse.

Sie ist beständig gegen aggressive Medien und flüssige Kohlenwasserstoffe (Benzin, Diesel, Glykol) und kann als Diffusionsbarriere gegenüber Gasen eingesetzt werden. Auch den Salznebel-Sprühtest besteht die Parylene-Beschichtung ohne negative Effekte. Das Polymer ist zudem auch biokompatibel. Beim Beschichtungsprozess wird üblicherweise ein Film mit einer Dicke von 1 μm bis 50 μm aufgebracht. Durch das homogene Auftragen des Polymerfilms ist es möglich, eine extrem dichte und porenfreie Schutzschicht herzustellen. Mit Parylene lassen sich auch schwer zugängliche Bereiche und komplexe 3D-Strukturen beschichten, wie z. B. tiefe und enge Spalten.
Ihre Vorteile
auf einen Blick
- Überlegene Schutzeigenschaften
- Unempfindlichkeit gegenüber anorganischen Wirkstoffen, Säuren, Basen und Lösungen
- Geometrieunabhängige Schichtdickenkonstanz
- Resistenz gegen Korrosion
- Extreme Spaltgängigkeit
- Hohe Spannungsfestigkeit (5000 V / 25 μm)
- Geringer Friktionskoeffizient: Einsatz als „Gleitmittel“ möglich
- Biokompatibel und lebensmittelecht
- Sehr gute Barriere gegen Feuchtigkeit und Chemikalien
- Hohe Temperaturbeständigkeit – 200 °C bis + 200 °C
Parylene-Prozess
Das Beschichten mit Parylen ist ein dreistufiges Verfahren, bei dem das Parylen in seiner Monomerform in einer Vakuumkammer auf dem Substrat abgeschieden wird, um eine polymerkonforme Beschichtung aufzubauen.
Der erste Schritt ist die Verdampfung von festem Dimer. Das Dimer wird auf eine Temperatur von 175 °C erhitzt und wird dadurch gasförmig.
Das Gas wird dann pyrolysiert (thermochemische Spaltung organischer Verbindungen), um das Dimer in seine monomere Form umzuwandeln.
Das monomere Gas wird in der Abscheidekammer bei Raumtemperatur als transparenter Polymerfilm abgeschieden. Die erhaltene Beschichtungsdicke kann mit der Anwendung variieren und liegt zwischen 1 µm und bis zu 50 µm.

Gemeinsam
zur passenden Lösung
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